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Asymmetrische Konflikte Im Irak: Die Rolle Der Schiitischen Bevölkerungsmehrheit Vor Und Nach Dem Sturz Saddam Husseins (german)

Essay by   •  July 3, 2011  •  Research Paper  •  4,567 Words (19 Pages)  •  1,506 Views

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Seminarthema

Asymmetrische Konflikte

Thema der Seminararbeit

Asymmetrische Konflikte im Irak:

Die Rolle der schiitischen Bevölkerungsmehrheit

vor und nach dem Sturz Saddam Husseins

Fachbereich Sozialwissenschaften

Seminarleiter:

INHALTSVERZEICHNIS SEITE

1 Einleitung 1

1.1 USA und Irak 1

1.1.1 Asymmetrie, ein Versuch der Definition

2 Der Irak 1

2.1 Der Irak im Überblick 1

2.2 Geschichte der Schiiten 3

2.3 Die Rolle der Schiiten vor dem Sturz Saddam Husseins 3

2.4 Schiiten während Golf III 3

2.5 Parteien und Organisationen der Schiiten (heute) 5

2.5.1 Höchster Rat für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI) 5

2.5.2 Großayatollah Ali al-Sistani (und die Khoi-Stiftung) 6

2.5.3 Muktada al-Sadr 6

2.6 Die Rolle der USA 9

2.6.1 Verhalten/Interessen 9

2.6.2 Zusammenarbeit mit den Schiiten/Übergangsregierung 10

3 Schlussbetrachtungen 12

3.1 Zusammenfassung 12

3.2 Lösungsansätze 13

4 Anhang 15

4.1 Anmerkungen 15

4.2 Literaturverzeichnis 22

4.3 Anlagen 24

1 Einleitung

1.1 USA und Irak

Regionen zu vertreten. Die USA zogen sich aus mangelndem Interesse ebenfalls aus vielen Stellvertreterkriegen zurück. Ohne Einmischung der beiden Supermächte müssen sich neue lokale, regionale und nationale Kräftebalancen bilden, da jetzt die jeweiligen Interessen vor Ort dominieren. Die Konflikte, die unsere Gesellschaft in den letzten Jahren in den Medien verfolgen konnte, entstanden oft durch das Ausbilden neuer Kräftebalancen. Auseinandersetzungen dieser Art sind in der Regel begleitet von politischer und wirtschaftlicher Instabilität, die dann in Bürgerkriege übergehen. Konfliktfelder, die dabei entstehen, sind unter anderem ökologische Risiken, Migration, organisierte Kriminalität, Terrorismus, Proliferation von Massenvernichtungswaffen und Fundamentalismus. Diese beschränken sich nicht mehr auf das Territorium der Ursprungsregion, sondern werden weltweit und ohne Rücksicht als asymmetrische Konflikte ausgefochten. Derzeit ist die NATO unter Führung der USA das einzig verbliebene Bündnis zum Schutz gegen derartige Bedrohungen. Dies verlangt einen Einsatz der Streitkräfte rund um den Globus.

Bisher gibt es keine Definition für den Begriff der asymmetrischen Konflikte. Im Rahmen dieser Arbeit sollen unter diesem Begriff zwischenstaatliche oder innerstaatliche, bewaffnete oder unbewaffnete Auseinandersetzungen quantitativ und qualitativ ungleicher Konfliktparteien, deren Ursachen sich zumeist aus einer Vielzahl von Konfliktfeldern ergeben, verstanden werden.

1.2 Abgrenzung des Themas

2 Der Irak

2.1 Der Irak im Überblick

Der Irak, mit seiner Hauptstadt Bagdad, liegt im nordöstlichen Teil der arabischen Halbinsel, nördlich des Persischen Golfes. Von Nord nach Süd beträgt die Ausdehnung ungefähr 1.200 km und von West nach Ost etwa 500 km. Bemerkenswert ist die im Verhältnis kleine Seegrenze von 60 km zu einer Landgrenze von 3.719 km , welche sich negativ auf Exporte im Seetransport auswirkt und eine relative Abhängigkeit von Nachbarstaaten bedeutet. In den anatolischen Bergen entspringen die Ströme Euphrat und Tigris, die sich quer durch das Land erstrecken . Der Irak ist durch große Ebenen und Gebirge im Grenzgebiet zur Türkei und dem Iran gekennzeichnet. Das vorherrschende Wüstenklima ist geprägt durch kalte Winter und trockene, heiße Sommer mit Temperaturen bis zu 50oC . Bedingt dadurch beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche nur 11,89% der Gesamtfläche . Wüsten- und Sandstürme im Spätsommer stellen, neben den Überschwemmungen durch Euphrat und Tigris, die größten Bedrohungen der Bevölkerung durch die Natur dar.

Der Nahost ist eine der rohstoffreichsten Regionen der Erde. Hans Krech belegt dies mit der Aussage, dass 65% der Welterdölreserven im Gebiet des Persischen Golfes liegen, und die Erdölfelder außerhalb dieser Region in etwa 15 Jahren erschöpft sein werden . Der Irak verfügt mit 115 Billionen Barrel über die zweitgrößten Erdölvorkommen und mit 112,6 Trillionen ft³ über die zehntgrößten Erdgasvorkommen der Welt , deren Nutzung während der Diktatur Husseins jedoch nur geringe Bedeutung zukam. Beide Ressourcen stellen in Zukunft die wichtigsten Finanzquellen für den Irak dar. Die Golfkriege und die Sanktionen der Vereinten Nationen haben die Wirtschaft maßgeblich beeinflusst. Die Kosten für drei Kriege und die unmittelbaren Kriegsschäden haben den Irak zu einem der höchst verschuldeten Länder der Welt gemacht . Das Transportsystem ist durch Kriege, unbeseitigte Munitionsreste und fehlende Investitionen in Reparaturmaßnahmen in erheblichem Maße unbrauchbar. Die Häfen und Flughäfen sind durch Minengefahr nur eingeschränkt zum Export von Öl und Import lebensnotwendiger Güter nutzbar.

Die Bevölkerungszahl wird auf ca. 24,5 Mio. geschätzt, von denen ca. 70 % in den Städten wohnen. Die Araber stellen ca. 80, die Kurden 16, andere Minderheiten vier Prozent der Bevölkerung, von der 97% Muslime und 3% Christen sind. Die Muslime unterteilen sich in 60-65% Schiiten , 20% Sunniten und 16% Kurden, die in der Regel ebenfalls zu den Sunniten zählen . Das jährliche Bevölkerungswachstum 2003 lag bei 2.78% , so dass die Einwohnerzahl im Jahre 2025 auf 52,6 Mio. geschätzt wird. Der hohe Bevölkerungsanstieg und die Konzentration in den Städten, im Vergleich zu der geringen Agrarfläche, stellen für die Ernährung des Irak eine große Herausforderung dar.

2.2 Die Schiiten und ihre

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